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Was ist das RSI-Syndrom?

Vergleichen Sie den PC-User mit einem Läufer. Nach einiger Zeit gibt der Körper Signale, um klarzumachen, dass der Läufer eine Pause machen muss. Signale wie schwere Atmung, hoher Puls, Ermüdung der Muskeln, etc…. Der Körper des Läufers sagt: Bitte aufhören! Der Läufer kann eine Pause machen, um sich zu erholen und dann weiterlaufen oder er kann seinen Lauf beenden. 

Die Signale sollten nicht ignoriert werden und wenn sie zu stark werden, müssen Sie aufhören. Wenn der Läufer diese Signale ignoriert, kann sein Körper ernsthaft krank werden und im schlimmsten Fall quittiert er im wahrsten Sinne des Wortes seinen Dienst!
 
Hinter dem Computer verausgaben wir uns nicht im gleichen Maße wie der Läufer: höherer Puls, schwere Atmung etc… die Signale sind anders und viel schleichender. Sie verspüren ein wenig Augenbrennen, Nackenverspannungen und Krämpfe in Arm oder Hand.
Da die Signale schleichender sind, fühlen sie sich nicht wie Ermüdung an und können leicht ignoriert werden. Der Computer nimmt Ihre gesamte Konzentration ein und deshalb verspüren Sie die Signale erst im Nachhinein.
Erst fühlen Sie sich benommen, aber das verschwindet wieder. Dann spüren Sie Schmerzen und im Laufe des Tages werden sie immer länger und dann, nach einiger Zeit, bleiben sie und bevor Sie es wissen, beeinflussen die Beschwerden Ihren Alltag.
Warum ignorieren wir diese Signale so einfach? Erstens, aufgrund der Konzentration, die der Computer von uns fordert. Zweitens beginnen die Signale an einer sehr niedrigen Schmerzschwelle. Drittens machen wir unsere Arbeit nur im Sitzen und Sitzen wird mit Ausruhen assoziiert und somit werde ich nicht müde. Werde ich nicht? Und viertens sind wir gesund. Deshalb machen wir mit unserer Arbeit weiter und ignorieren die Signale. Wenn Sie weiterhin die Signale ignorieren, wird Ihr Körper selbst irgendwann sagen: Ich gebe auf! Und das tut dann wirklich weh.
 
RSI in Ihrem Kopf?
Oft hört man, dass RSI etwas ist, das im Kopf stattfindet und teilweise ist das auch richtig. Stress, Perfektionismus, Versagensängste etc… das alles ist in Ihrem Kopf. Aber die körperlichen Symptome sind da und können zu einem wirklichen physischen Problem werden. Das erklärt, warum jemand anfälliger für RSI ist als ein anderer. 
 
Erklärung der Begriffe RSI / CANS  
Das RSI-Syndrom (engl. Repetitive Strain Injury) bezeichnet in der Medizin Schäden, die durch häufige, zum Teil jahrelange, Wiederholung monotoner Bewegung entstehen. RSI ist ein Sammelbegriff für Beschwerden am Oberkörper wie die Nacken-Schulter-Region, Arme und Hände. Weil der Begriff RSI nur sehr wenig über die Bereiche aussagt, wo die Beschwerden sich äußern, spricht man in der Medizin vielmehr über den Begriff CANS. CANS (engl. Complaints Arms Neck and Shoulder) bezeichnet die Arm-Nacken-Schulter-Region. Trotzdem werden wir den weitläufig eingebürgerten Begriff RSI weiterhin verwenden.
 
Wie bekomme ich das RSI-Syndrom?
RSI-Beschwerden werden hauptsächlich durch langjährige Arbeit in derselben Körperhaltung mit ständig wiederholenden Bewegungen verursacht, wie z. B. die Arbeit am Computer. Computerarbeit ist die ideale Gelegenheit, das RSI-Syndrom zu entwickeln, weil wir viele Stunden arbeiten, ohne zu wissen, dass wir das tun. Wir tun das bei der Arbeit und wir tun das zu Hause.
 
Das RSI-Syndrom soll in drei Phasen geschehen. Die erste Phase von RSI ist nur irgendeine Lichtreizung, die sich wie eine lästige kalte und kribbelnde Empfindung in Hand, Arm, Nacken oder Schulter anfühlt, aber nach der Arbeit verschwindet dieses Gefühl wieder. In der zweiten Phase werden die Körpersignale stärker. Einige Schmerzen werden auftauchen und bleiben während des Arbeitstages immer länger. Aber auch sie verschwinden erstmal wieder. In der dritten Phase ist der Schmerz konstant, sogar das Hochheben einer Tasse wird zur Qual. Arm, Hand und Finger können sich taub und kalt anfühlen. Die Feinmuskulatur der Hände ist nahezu unmöglich. Phase drei bedeutet, dass eine lange Zeit der Erholung nötig ist.
 
Das RSI-Syndrom wird immer noch erforscht und viele Fragen müssen beantwortet werden. Die zuvor beschriebenen Phasen sind beispielsweise keine Definition dafür wie es tatsächlich ablaufen wird. Manchmal startet man gleich in Phase drei. Es hat sich herausgestellt, dass RSI neben der physikalischen auch eine sehr starke psychologische Ursache hat. Perfektionismus, Angst, zu versagen, viel Stress zu Hause oder auf der Arbeit, das alles erzeugt eine höhere Muskelspannung und somit eine größere Wahrscheinlichkeit, das RSI-Syndrom zu entwickeln. Menschen, die jeden Tag mit unzumutbarem Stress jeglicher Art leben müssen (bei der Arbeit, zu Hause oder mit sich selbst), sind empfänglicher für RSI-Beschwerden.
Der beste Weg, dem RSI-Syndrom vorzubeugen, ist Bewegung während und nach Ihrer Arbeitszeit. Versuchen Sie, Ihren bewegungslosen Arbeitszyklus am Computer zu durchbrechen. FWD ermutigt Sie, ein paar kleine Übungen während Ihrer Arbeit zu machen. Diese Übungen sind nicht sehr aufwendig, aber dennoch sehr effektiv. Neben der Bewegung am Arbeitsplatz ist es auch sehr wichtig, sich in seiner Freizeit zu bewegen. Wir sagen jetzt nicht, dass Sie das auf professionellem Niveau machen müssen, beginnen Sie einfach mit Wandern, Radfahren, Schwimmen oder bei was auch immer Sie sich wohl fühlen. Das ist wichtig, denn wenn Sie Ihre körperliche Verfassung verbessern, sind Sie nicht nur widerstandsfähiger gegenüber RSI, sondern auch gegenüber anderen lästigen Beschwerden.
 
Falls Sie mehr über das RSI-Syndrom und seine Erforschung wissen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Links. Diese Links sind auf Holländisch mit englischer Übersetzung.
 
Links:
RSI Patienten vereninging: www.rsi-vereniging.nl
Erasmus Universiteit: www.kineos.nl
Arbo Platform Nederland: www.arbo.nl
TNO Arbeid: www.arbeid.tno.nl
Arbo online: www.arboonline.nl
Bureau beroepsziekten FNV: www.bbzfnv.nl